Das Wasser und ich!
von Matthi

Monika boarding
Meine Wenigkeit ist eine zierliche 161m große Frau, bei der ständig irgendwelche Verrücktheiten im Kopf herum schwirren und die den Drang verspürt diese auch auszuprobieren.
Schon von klein auf faszinierte mich das Element Wasser in jedem erdenklichen Zustand.
Ob Eis, Schnee, Dampf, kochend in einem Topf, als Regen vom Himmel fallend, in reißenden Flüssen, rauschend am Strand oder einfach nur im Glas in meiner Hand.
Ich liebe es!
Ich liebe die Sonnenstrahlen wenn sie einen wundervollen Sommertag begrüßen.
Die kleinen Wellen die sich von den Booten am See wegbewegen.
Menschen die sich am kühlen Nass Abkühlung verschaffen.
Dann, ja dann kann ich es kaum erwarten wenn ich auf meinem Surfbrett stehe und auf einer Hammerwelle reite.
Gefolgt von den Geräuschen des Motorbootes und richtig Chilliger Musik.

Doch wie es dazu kam!?
Tja, da müsst ihr mit mir ein bisschen in die Vergangenheit reisen.
Begonnen hat das eigentlich in der kältesten Zeit des Jahres, als ich wieder mal mit meinen Freunden die Pisten der schneebedeckten Berge im Salzburger Land unsicher machte.
Vor 4 Jahren stand ich bis dahin nur auf den Schiern.
Immer wieder ertappte ich mich selber, dass ich ständig irgendwelche Snowboarder beobachtete.
Das sah einfach so stylisch aus!
In meiner Magengegend kam so ein komisches Kribbeln hoch.
Das muss und will ich auch unbedingt ausprobieren, dachte ich so bei mir.
Gesagt getan!
Meinen großen Bruder, der schon länger seine Schi gegen ein Board getauscht hatte, verdonnerte ich gleich mal mir die ersten Schritte beizubringen.
An diesem Tag war ich eine wandelnde Schneekugel die für nichts garantieren konnte.
Gefrorenes Wasser kann ja sooooo weh tun!
Weiß gar nicht wie oft ich eine Bauch- oder Arschlandung hinlegte, aber ich hatte trotzdem echt eine menge Fun dabei.
Mein großer Bruder Manfred hingegen, war nach diesem Tag ein wenig Eifersüchtig auf mich, weil er sich bei seinen ersten Snowboard-versuchen viel tollpatschiger anstellte als ich.
Völlig geschafft grinste ich nach dieser Aussage bis über beide Ohren.

Dennoch bleibt Manfred, was gewisse Sportarten angeht, mein persönliches Vorbild.
Auch wenn ihm das selber gar nicht so Bewusst ist.
Naja
Mittlerweile hab ich mein Snowboard auch schon besser unter Kontrolle.
Das nutze ich natürlich um auf einer herrlichen Piste meine ganz persönlichen Wellen zu machen.
Ein wenig im Snowboardpark herum albern darf natürlich auch nicht fehlen!
Und wieder mal!
Gefrorenes Wasser kann ja sooooo weh tun!
Tja, was dich nicht umbringt macht dich härter!
Das rede ich mir jedenfalls immer wieder ein!
Da ich total vom Fieber angesteckt wurde, mit meinen Spaghetti-Beinen nur noch auf einem Brett stehen zu wollen, kam im April letzten Jahres diiiie Gelegenheit.
Manfred ist beim Wasserski- und Wakeboard Club am wunderschönen Traunsee in Oberösterreich dabei.
Dass der Typ mir immer einen Schritt voraus sein muss!

Egal!
Jedenfalls fragte er mich ob ich nicht auch mal mit an den See fahren will.
Mit Glitzersternen in den Augen und dem breitesten Lächeln das ich besitze stimmte ich zu.
Da kann man doch nicht nein sagen!
Das geht gar nicht!
Wir fuhren erst gegen 5 Uhr abends dort hin, weil zu dieser Zeit nicht mehr so viele Boote am Wasser unterwegs waren die nur große Wellen schlagen würden.
Je ruhiger der See umso besser für uns.

Dort angekommen begrüßten mich gleich mal drei sehr freundliche und herzliche neue Gesichter.
Ich suchte mir einen Platz im Motorboot und beobachtete das Geschehen mal ganz von der Nähe. Der reihe nach ließ sich jeder von der Gruppe mal vom Boot ziehen.
Mit offenem Mund kam ich aus dem Staunen gar nicht mehr raus.
Bei geübten Wakeboardern sieht das immer sooo einfach aus.
So, dann war ich an der Reihe!
An diesem Tag versuchte ich mich nur erst mal beim Wakeboarden.
Also hab ich mich in einen Neoprenanzug hinein gerobbt, das Board an die Füße geschnallt, eine Schwimmweste angezogen und einen Helm aufgesetzt.
Fertig gerüstet ging es dann los.
Ich war so sehr aufgeregt!
Glücklich und mulmig zugleich!

Die größte Überwindung aber war, der Sprung ins Wasser.
Da wir uns im Monat April befanden und die Sonnenstrahlen noch nicht so viel Hitze erzeugten, maß das Wasserthermometer sehr sehr erfrischende Temperaturen.
Plus 12°C.
Da zog sich bei mir schon einiges zusammen.
Brrrrrrrr!
Im Wasser bekam ich noch die letzten Tipps und dann mein großer Moment.
Gleich gut raus gekommen stand ich etwas wackelig aber mit einem überwältigenden Gefühl auf den Beinen.
Mein Gesicht hatte sich zu einem Dauergrinsen geformt.
Mit einem sicheren Bauchgefühl neige ich sehr leicht Frech zu werden und Sachen auszuprobieren.
Also machte ich erst hinterm Boot ein paar schwünge und zog dann gleich mal auf eine Seite raus.
Was soll schon passieren, man landet ja sowieso eh nur im Wasser dachte ich so bei mir.
Mit richtig viel Speed versuchte ich einen Sprung über eine Wake in die Mitte zu machen.
Diese Aktion von mir endete damit, dass ich einen legendären Bauchklatscher hinlegte bei dem es mir das Wakeboard von den Beinen riss.
Wasser kann ja sooo weh tun. Hihi
Noch ein paar stürze später ließ meine Kraft schon langsam nach und ich kletterte völlig geschafft ins Boot.
Wieder mal war mein Bruder ein klein wenig eifersüchtig auf mich, weil ich mich auch bei diesem ersten Versuch besser angestellt hab als er.
Gemeinsam ließen wir dann alle den Tag bei einem leckeren Essen ausklingen.

Am nächsten morgen kam dann eine echt super Überraschung!
Mir tat einfach alles weh!!
Am meisten die stellen an denen ich nicht mal wusste dass ich da sogar Muskeln habe!
Der Schulter Nacken-Bereich und meine Oberschenkel brannten auch wie Sau!
Irgendwie kam ich mir vor wie eine Watschel-Ente mit geh Fehler, oder aufgepumpte Kleiderständer bei dem die arme fast parallele vom Körper weg stehen vor lauter Muskeln.
Nur mit dem unterschied dass man meine Muskeln nicht sehen kann und ich mich in einer Geschwindigkeit fortbewegte wie eine 80 jährige Oma.
Das kommt halt davon wenn man jeden Scheiß ausprobiert und sich dabei einen höllischen Muskelkater einfängt.
Diese ganze Aktion war es mir aber trotzdem wert!
Von diesem Tag an, nutzte ich jede erdenkliche Möglichkeit um mit an den See zu fahren.
Mit der zeit klappte das mit dem Wakeboarden schon ganz gut und in der Gruppe fühlte ich mich auch richtig wohl.
Allesamt so Chillig drauf, einfach der Hammer!
Irgendwann fragte mich Manfred ob ich nicht das Wakesurfen auch ausprobieren möchte.
Klar wieso nicht!
Gab ich ihm als Antwort und eh ich mich umsehen konnte, stand ich auch schon drauf.
Ein Problem um aus dem Wasser zu kommen hatte ich nie, nur der Rest sah etwas fragwürdig aus.
Meiner Meinung nach!!
Ein gutes Gleichgewichtsgefühl ist bei diesem Sport sehr sehr wichtig.
Tja, bei diesem ersten Versuch befand ich mich hauptsächlich wie Treibholz im Wasser, klammerte mich an das Surfbrett und wartete bis mich die anderen immer wieder mit dem Boot abholten.
Doch, wie war es anders zu erwarten, Manfred konnte es einfach nicht fassen dass ich das trotzdem besser hin bekommen hab als er.
Kann euch gar nicht sagen wie sehr ich in mich hinein grinste und das gab mir auch gleichzeitig einen Grund für später um ihn ein wenig zu veräppeln.
Was soll ich sagen, bin eben ein Naturtalent! Hi Hi
Da ich an diesem Tag meinen Lieblings- Sommersport gefunden habe, surfte ich natürlich bei jeder Gelegenheit um besser zu werden.
So kam es also dazu dass ich mich in das surfen verliebte!!
Und wenn ich nicht gestorben bin, dann Surfe ich noch weiter!!
Writer: Monika Aichinger
Land: 4655 - Österreich
Kategorie: Offene Kategorie









(102 Stimmen, Durchschnitt: 3.37 von 5)

4. Februar 2010 um 21:01 Uhr
Hey tolle Story! Verleitet sehr dazu auch mal aufs Board zu springen
4. Februar 2010 um 21:32 Uhr
Hey da bekommt man ja auch richtig Lust zum boarden
6. Februar 2010 um 12:51 Uhr
kompliment!!!
die story kommt ziemlich authetisch rüber und ist so emotional, dass man einfach nur mit euch mitfahren möchte …
… und ich mag die persönlichen zeichnungen …
die passen total zum text!!!
7. Februar 2010 um 19:14 Uhr
hallöle!
wollte einfach nur danke sagen für eure tolle unterstützung und es freut mich total dass meine story euch auch wirklich gefällt.
merci
moeni meloni
8. Februar 2010 um 16:15 Uhr
juhuu…lob an meine süße…TOLLE STORY!!!
10. Februar 2010 um 17:29 Uhr
Liest sich wie eine Amazon-Rezension.
17. Februar 2010 um 23:40 Uhr
Hey tolle Story!
19. Februar 2010 um 02:15 Uhr
Sehr liebvoll erzählte Geschichte, besonders wenn man die Person kennt, die ein solches breites liebes grinsen hat. Kann mir auch gut das peinvoll verzerrte Gesicht vorstellen…
mit anderen worten ich hab selber ein breites grinsen gehabt, wo ich die ich sie gelesen hatte…
=)
19. Februar 2010 um 19:08 Uhr
palim palim xD