Die perfekte „Right“ an der Elbe

Writer: Jens Ottmann

Writer: Jens Ottmann

Alles begann mit einer Idee, einer Sehnsucht … München hat seine Eisbachwelle… Barcelona sein Meer … also brauchte auch Hamburg seine eigene Welle. Ich saß abends nach der Arbeit am Elbstrand und sah die großen Schiffe ein und auslaufen… jedes von ihnen wahrscheinlich unterwegs über die Weltmeere, vorbei an den besten Spots der Welt  , durch die Ozeane … an eine Fremden Ort unterwegs. Während ich so vom letzten Surftrip träume…ich in meinen Füßen schon wieder das Kribbeln spüre, das Salz auf meinen Lippen schmecken kann… sehe ich über mein Astra etwas wunderschönes:

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Lower Austria hit by BIG Swell

Neuer Spot Damberg

Neuer Spot Damberg

Ende Juni 2009 wurde Niederösterreich von einem der stärksten Hochwasser der letzten Jahre heimgesucht, Ortschaften standen unter Wasser und Brücken wurden weggespült. Für viele Familien und Unternehmen ein tragisches Ereignis, selbst der Surfhund blieb nicht verschont. Aber ein alter Spruch besagt “if it swells ride it!”

“If it swells ride it!”

Diesem Motto folgend haben wir uns für euch auf den Weg gemacht um Flusswellen zu finden und sind auch prompt fündig geworden!

Und um eines gleich mal vorweg zu nehmen, wir haben einiges gefunden 🙂 und werden euch einen Spot nach dem anderen teils in Berichten sicher aber in unserem Guide vorstellen.

DAMBERG war die mit abstand größte Welle die wir in diesen Katastrophentagen getestet haben, und ich muss sagen es war ein mulmiges Gefühl dabei als ich sie das erste mal angepaddelt bin. Wenn ihr euch den Search Beitrag anseht auf dem ich meinen ersten Riversurfride versuche werdet ihr verstehen warum. Die Erfahrung ist noch nicht so groß, die Welle und die Turbulenzen im Wasser dafür um so größer.

Also auf geht’s, man versucht es mit einem Trapez, klappt nicht…. also anpaddeln, das heisst auf einen der Welle vorgelagerten Busch klettern reinspringen und anpaddeln. Klappt 🙂 Allerdings ist das sehr umständlich und nach eineigen Versuchen versuct man direkt von der Seite in die Welle zu springen. Klappt auch, sogar noch viel besser!

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So und jetzt kommt’s, ich habe es von der linken Seite der Welle nicht in die Mitte geschafft, die Turbulenzen waren zu stark! Um in den wirklich geilen Teil der Welle in der Mitte des Flusses zu kommen hätte man die Welle von weiter oben aus anpaddeln müssen.

Dazu hat mir ein bisschen der Mut gefehlt, da hätte ich gerne einen der Erfahrenen Murbreaker dabei gehabt der mir sagt, dass das alles halb so wild ist und mir das einfach vor macht. Aber beim nächsten Katastrophenhochwasser sind einige der Burschen sicher mit von der Partie und die Welle wird gerockt!

Was bei derartigem Hochwasser natürlich ein Problem ist ist das Treibgut, von der PET Flasche bis zum Baumstamm ist da alles dabei.

So far so good, die Welle ist zwar angetestet, aber mehr auch nicht obwohls dem Surfhund das eine oder andere Lebensjahr gekostet hat.

Mehr zu diesem Spot gibt’s im Guide

ride on

Surfhund

The Search

1st ybbs ride

1st ybbs ride

… rideable Riverwave in Amstetten? Montag 11. Mai 2009, der letzte Surftrip ist schon wieder ein bissal her, die Gedanken bewegen sich um Wasser, Strand, Boards und wie man denn bald mal wieder ein bissal Surffeeling inhalieren könnte. Man probiert den Wakeboardlift aus macht Spass… aber es hat sich etwas anderes in meinem Kopf festgesetzt, Flusswellen surfen. Durch andere Surfkollegen aus Graz oder dem fernen München (Fabi ich komm bald….), natürlich auch dem Internet wurde dieser Virus übertragen und arbeitet sich seit mehr als einem Jahr zu meinem inneren Schweinehund vor. Man hört halt immer davon, kommt aber als Niederösterreicher respektive Wochenendwiener dann offensichtlich doch nicht wirklich damit in Kontakt. Gefährlich soll es sein, am besten bei Hochwasser uswusw…

river-orange-web
Ein bissal peinlich mit Helm und so… aber man kennt sich halt no net aus 😉 [©Surfhund]

Am Montag war es dann soweit, Board, Neo, Booties und Fahrradhelm (weil Angst) waren schon mal sicherheitshalber dabei beim joggen hat man eine kleine Welle ausgemacht die man abchecken will. Was fehlt? Ok man braucht ein Seil mit Trapez, hat man in Videos gesehen also auf zum Baumarkt und fertig! “Das Virus hat den Inneren Schweinehund erreicht und besiegt …” Also auf zur “Wave”, Matthias, verantwortlich für Seil und Kamera wurde an dem Tag ein wenig überrascht, was sich nur in nicht optimalem Schuhwerk niedergeschlagen hat. Also zur Action, eingestiegen sind wir gleich mal viel zu weit oben, war zwar ein angenehmer Einstieg aber bis ich in die Nähe der Welle gekommen bin waren meine Kräfte hinüber. Das ständige ausgleichen der Verwirbelungen und ein zukleines Brett bzw. zu langsame Strömung zwangen mich dazu eine Pause einzulegen. Beim ersten richtigen Versuch wurde ich noch vor der Welle von einer Turbulenz erfasst und weggespült, einer der Gründe war hier auch, dass unser Seil a linken Ufer befestigt war und man somit ein wenig fighten muss um nach rechts zur welle zu kommen.

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Beim 2. Versuch hats dann halbwegs geklappt, die Welle ist halt sehr klein und wird bei diesem Wasserstand keine grossen Manöver zulassen. Aber man konnte schon fühlen, dass es ein wenig bergab geht, die Spannung am Seil wurde weniger aber leider war der Fokus aufs Seil noch zu groß. Fazit, ein Versuch geht sicher noch mit einem etwas voluminöseren Brett, hier war ein Santa Cruz Pumpkin Seed 5’10” Epoxyboard im Einsatz. Soviel von der ersten Riversearch Mission, ich hoffe es folgen bald weitere denn Spass hats gemacht und ein bissal Adrenalin und Abenteuer war auch dabei;) Euer Surfhund

 

Nachtrag:

Seit dieser Artikel entstanden ist ist ein bisschen Zeit ins Land gegangen und an hat ein bisschen mehr Erfahrung mit Flusswellen sameln können. Aus dieser neuen Perspektive kann ich nur sagen…. die Welle ist ein Schaß 😉 Wird es nie zu was bringen, es wird noch irgendwann mal einen Versuch mit einen größeren Brett geben, das andere war definitiv zu klein. Aber der Spot hat kein Potenzial, man wird nie darauf turnen oder irgendwelche Manöver machen können. Gott sei Dank haben wir schon die eine oder andere Alternative ausfindig gemacht.