Local Hero – Yoyo Terhorst
von admin

Yoyo Terhorst
Name: Johannes Terhorst
Spitzname: Yoyo
Geboren: 17.09.1983 in Starnberg(GER)
Homebreak: Eisbach(München)
Lieblingsspot: Palm Beach(Australien)
Lebt in :
München, wenn ich da bin
Steht auf:
Surfen und schöne Frauen
Warum ist der Himmel blau?
Stell ihn dir mal in einer anderen Farbe vor, wäre ein bisschen komisch…
Was gefällt dir an München gut, was weniger?
Die entspannte Atmosphäre gefällt mir sehr gut. Ich finde, München ist eine sehr idyllische Stadt.
Nicht so gut gefällt mir die vorherrschende Einstellung der Menschen, das ganze Who is who- Gehabe, das in München wirklich extrem ausgeprägt ist und auch, dass sich immer alle kennen
Wie lange surfst du schon am Fluss?
Seit 1995, also seit ich 11 bin. Am Meer habe ich allerdings schon etwas früher angefangen.
Welcher „Brettsport“ begeistert dich neben Surfen sonst noch ?
Ich bin sehr lange auch viel Snowboard gefahren. Das liegt jetzt aber schon eine ganze Weile zurück. Inzwischen kann man die Snowboardtage im Jahr gut an einer Hand abzählen. Ich versuche mich einfach komplett aufs Surfen zu konzentrieren.
Wie steht`s mit Halma und Schach?
Schach ist immer ne super flat day activity, aber ich verliere ziemlich oft.
Ich erzähle auch ab und zu den Frauen, ich sei Schachspieler. Kommt glaub ich ziemlich gut an.
Wir haben heute den 7. Dezember…also bald Weihnachten. Gehst du diese Tage noch an den Eisbach, oder ist es dir schon zu kalt?
Ich war schon länger nicht mehr am Bach, da ich seit ich wieder in Deutschland bin, ne Weile krank war. Im Moment habe ich Knieprobleme, aber sobald ich wieder fit bin, bin ich wieder mit den Jungs am Start.

Seltsam, alle mit denen ich zur Zeit zu tun habe, klagen über Knieprobleme...
Ja bei mir zieht sich das wie ein roter Faden durch die letzten Jahre. Hatte da mal einen kleinen Unfall. Habe es aber bisher immer geschafft, zu den wichtigen Terminen fit zu sein.
Und apropo krank…. Schweinegrippe?
Die Schweinegrippe ist mir völlig egal. Ich glaube, das ist alles total überzogen.
Aus dem mentalen Training habe ich gelernt, dass uns körperliche Probleme, Beschwerden und ähnliches einen Hinweis auf unsere Richtung im Leben geben. Was hältst du von solchen Ansichten?
Naja, so überhand nehmen die Beschwerden Gott sei Dank auch noch nicht und „no matter what“ ich werde so lange surfen wie es geht und ich werde auch auf dem Weg weitermachen, auf dem ich momentan bin.
Voriges Jahr war die Schließung und eine eventuelle Zerstörung der Eisbachwelle sogar im österreichischen ORF ein Thema.
Bahnt sich da schon eine längerfristige positive Entscheidung an?
Ja, letzten Endes gehört nun die Welle seit Kurzem der Stadt. Sie wurde getauscht gegen irgend eine andere Fläche in München. Und die Stadt steht ja hinter uns. Jetzt müssen sie bloß noch eine Lösung wegen der Haftung finden.
Wie gefährlich ist Riversurfen?
Warst du schon mal in akuter Lebensgefahr am Fluss?
Hmm, riversurfen ist meiner Meinung nach in dem Ausmaß, wie es hier in Deutschland stattfindet, nicht gefährlicher als jeder andere Sport. Natürlich schaut es anders aus, wenn es ums Hochwassersurfen geht. Besonders Wellen wie in Frankreich, Canada oder auch die Welle im Zambesi River, welche unser nächstes Projekt ist, sind ganz andere Nummern.
Gerry erzählte mir von Arndt`s 40 Sekunden langem Downhold an Rhone`s größter Flusswelle, da wird`s einem glaube ich ganz anders…
Oh ja, wie gesagt, solche Wellen sind absolut unberechenbar. Am Eisbach kann man das Risiko irgendwie kalkulieren, aber in diesen großen Wellen sind Kräfte am Werk, die kann keiner einschätzen. Gut, dass es damals Arndt war, bei jedem anderen wäre es wahrscheinlich anders ausgegangen. Aber bei Hochwasser hatte jeder denke ich schon mal sein persönliches Horrorerlebnis.
Anmerkung der Redaktion: Arndt Schäftlein, Extremkajaker und Flusssurfer
Wohin führt dich dein nächster Trip ?
Der nächste Trip führt mich ans Meer. Ich mache im Februar mit Andy Foxx einen zweimonatigen Trip nach Australien, um wieder eine kleine Story zu produzieren. Das Meer ist inzwischen auch mein Hauptansporn. Ich bin mittlerweile gut 8-9 Monate im Jahr unterwegs. Allerdings, sobald der Trip zum Zambesi endlich steht (wir planen ja schon lang daran, aber das ist einfach ein enormer finanzieller Aufwand, es in angemessener Weise umzusetzen) bin ich mit den Jungs am Start, und dann heißt es FUS goes Africa.
Unter „Normalsterblichen“ hört man oft, dass Surfer verbotene Drogen, speziell Marihuana, zu sich nehmen. Ist da was dran?
Gut möglich, dass da was dran ist. Allerdings tanze ich da glaube ich ein wenig aus der Reihe.
Ich war letzte Woche zum Surfen in Jesolo an der oberen Adria für einen Tag. Was hältst du von solchen Verzweiflungstrips der „Binnenlandler“?
Eine Menge. ich würde vielleicht nicht unbedingt nach Jesolo fahren, aber mich kann man im Winter auch ab und an mal in Italien treffen.
Wie stehst du zum Lokalismus?
Da habe ich etwas gemischte Gefühle. Ich bin gegen irgendwelche krassen Aktionen so wie körperliche Gewalt. Allerdings finde ich, dass man an jedem Spot wo auch immer auf der Welt den Locals ein gewisses Vorrecht zuschreiben muss. Denn an jedem Spot gibt es eine gewisse Kultur und Tradition, von der man keine Ahnung hat. Auch ich ordne mich an fremden Spots den Locals unter. Denn die surfen dort jeden Tag und vielleicht schon über Generationen.
Die bösesten Locals traf ich in Lanzarote. Kannst du mir dein lokalstes Erlebnis erzählen?
Auch auf mich haben schon Leute im Wasser eingeschlagen, obwohl ich mir andichte, dass ich mich immer ziemlich korrekt verhalte. Doch auf Fuerteventura wurde ich mal mit Steinen beworfen, als ich nur aus dem Auto ausstieg. Ja die Inselspanier haben einen kleinen Hang zu extremem Lokalismus.
Was machst du, wenn du nicht am Brett stehst?
Das ist ziemlich wenig Zeit im Jahr. Wie gesagt, ich bin gut 8 Monate im Jahr unterwegs. Aber wenn ich hier bin, bin ich froh, wenn ich bei meiner Familie und meinen guten Freunden bin. Es geht doch auch nichts über eine Session am Eisbach mit den FUS- Jungs. Und zudem versuche ich mich gerade an einem Fernstudium in Sportmanagement, dafür versuche ich immer möglichst viel zu tun, wenn ich zuhause bin.
Deine Ziele….
Mein größtes Ziel wäre es für den Rest meines Lebens von Surfen leben zu können. Aber das wird wohl schwierig. Ansonsten will ich einfach nur für mich selbst gut surfen und mich immer weiterentwickeln um mit mir selbst zufrieden sein.
Willst du noch wen grüßen lassen?
Vielen Dank an alle meine Sponsoren: Chiemsee, Rockstar, Bodyglove,Buster-Surfboards, Santoloco, Creatures of Leisure, Powerbalance. und natürlich Rock n Roll the FUS-Crew. Und vielen Dank an alle in meinem Umfeld, die mich immer unterstützen obwohl ich so ein Querulant bin.
Alles Gute auf Deinem weiteren Weg wünscht dir der Surfhund





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