Roti Reisebericht von Clara Zeisig5.Internationaler Murbreak Surf Contest

Reisebericht: Roti, a Surfergirls dream

von admin

ROTI

ROTI

Als die Sehnsucht nach Wellen mal wieder zu groß wurde, haben eine Freundin und ich beschlossen beim nächsten Bali Trip einen Abstecher nach Roti zu machen. Nachdem wir in Bali angekommen waren haben wir nochmals probiert Informationen einzuholen und nach gründlichem Wetter check haben wir die Idee in die Tat umgesetzt.

Roti ist eine Insel im Osten Indonesiens, südlich von Timor. Von Bali aus fliegt jeden Tag die Fluglinie Merpatinach Kupang (Timor). Tickets gibt es in den unzähligen Reisebüros in Kuta und der Flug kostet one-way ca. 65 Euro.
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Nachdem wir die Tickets gebucht haben, haben wir am Vorabend der Abreise noch Kuta`s Nachtleben ausgekostet. Am nächsten morgen ging es ab in den Flieger und eineinhalb stunden später, waren wir in Kupang. (Nicht zu viel Gepäck in den Boardbag stopfen, Merpati wiegt ihn ab und man zahlt für 8 kg ca. 9 Euro!)

In Kupang mußten wir eine Nacht bleiben, da die Fähre nach Roti täglich um 8 Uhr in der Früh ablegt. Die Hotelsuche war allerdings nicht so einfach. Empfehlen kann ich Hotel Malina welches an der Küste liegt. Jenes war aber voll. Unser Taxifahrer (die preise sind übrigens nicht verhandelbar) brachte uns dann ins Hotel Laguna. Dazu will ich nur soviel sagen: der nett klingende Name täuscht. Bei unserer Nahrungssuche kamen wir noch in den Genuß einer muslimischen Hochzeit. Wir schliefen trotz alledem sehr tief, die Müdigkeit vom ausgehen machte sich bemerkbar und in der Früh ging’s zur Fähre. (Dauert 2 Stunden und kostet ca.7,5 euro, klimatisiert!)

Auf Roti angekommen, schnappten wir uns ein Bimo (Minibus, komplett mit Sticker zugeklebt die auch vor der Windschutzscheibe nicht haltmachen) mit dem es weiter nach Nembrala ging. Nach einer guten Stunde Fahrzeit und 10 euro leichter kamen wir in Nembrala an. Wir entschieden uns für das Anugrah Resort. (Kostet ca. 12 euro pro nacht inkl. 3 Mahlzeiten und super nettem Staff)

Meines Wissens nach gibt’s in Nembrala noch 3 andere Wohnmöglichkeiten.
Gewohnt wird im Anugrah mehr oder weniger direkt am Strand in kleinen Bungalows.

Die Welle in Nembrala bricht direkt vor dem Resort, allerdings ist das Riff ist ziemlich weitläufig und der Break ist ungefähr einen Kilometer vom Land entfehrnt. Bei low Tide kann man beim Fußmarsch (Booties!!) die unzähligen bunten Seesterne bewundern, bei high Tide kann man entweder ein Fischerboot nehmen oder hinauspaddeln. Wir hatten viel Glück mit dem Swell. Die Wochen vor und nach uns gab es kleine oder gar keine Wellen. Die Welle ist aus meiner Sicht Spaß pur solange sie nicht double overhead wird. Meiner Meinung nach ist der takeoff nach erster Eingewöhnungsphase nicht schwer. Die Welle läuft endlos und die Swellrichtung ist eher selten so, dass die Welle durchbricht. Wir hatten 3 Peaks zur Auswahl und hatten beide trotzdem die längsten rides ever! Die Welle bleibt steil und hat Kraft; super zum Turns üben. Mitte der Woche durften wir dann den Spot etwas größer erleben.

Das Wasser ist kristallklar und beim Morningssurf tauchten immer wieder bunte Korallenfischschwärme neben mir auf. Schildkröten und Delfine waren auch dabei.

Wir haben uns das Anugrah resort mit 3 Australiern geteilt und kamen in den Genuß netter Gesellschaft. Außerdem habe ich erfahren, dass es in Australien nicht nur giftige Spinnen, Schlangen usw. gibt sondern auch eine Vogelart, die in der Nistzeit ahnungslose Passanten attackiert…

Zurück zu Roti… die Insel hat einiges zu bieten: Wir haben uns ein halb funktionstüchtiges Moped ausgeborgt. Leider gab es die ersten 2 Tage auf der Insel kein Benzin. Die Nembrala Locals haben bei der Frage nach Benzin auf das nächste Dorf verwiesen. Wie es in Indonesien nur zu oft vorkommt, gab es bleiben. Ein überaus netter Local hat unser Leid erkannt und von irgendwoher Benzin gezaubert.

Roti war um einiges heißer und trockener als Bali. Die Landschaft ist anders, wir haben keine Reisterrassen gefunden. Die Insel ist weitgehend mit Gras, Bäumen und Palmen bedeckt, auch Mangroven sind zu finden. Das Gras ist für ca 2 Monate grün, die restliche Zeit des Jahres ist es ausgedörrt.
Das Dorf Nembrala selber ist klein. Es gibt 2 Geschäfte wo man alles Wichtige kaufen kann. Eine Bar ist auch zu finden wer sich allerdings Party erhofft liegt falsch. Roti ist meiner Meinung nach surfen, natur genießen und chillen pur!

Die Insel ist christlich, es sind überall Kirchen zu finden. Etwas gewöhnungsbedürftig für uns waren aber die gefliesten Gräber, die bei fast jedem Haus im Garten standen. Da diese im Schatten waren, wurden sie oft als Mittagsschlafplätze von den Hausbewohnern genutzt.

Es gibt viel zu entdecken. Einsame Buchten, Unmengen an Muscheln, Mangrovenwälder und Dörfer mit Strohhütten. Die Einheimischen sind fast noch freundlicher als auf Bali.

Wichtig ist nur eine gute Erste Hilfe Ausrüstung mitzunehmen. Ein Aufenthalt im örtlichen Spital ist meiner Erfahrung nach zu vermeiden. Uns hat Roti so gut gefallen, dass wir bei der Rückreise auf die Nacht in Kupang verzichtet haben. Um noch eine nacht länger zu bleiben. Wir sind direkt von der Fähre zum Flughafen gefahren. War knapp, aber machbar…

Alles in allem kann ich einen Trip nach Roti jedem ans Herz legen.

Clara

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1 Kommentar zu „Reisebericht: Roti, a Surfergirls dream“

  1. SURFHUND sagt:

    THX Clara :) Jetzt will ich da auch hin :)

Surfhund

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