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Surfen – Lebenskonzept

von Matthi

Writer: Patrick Clemens

Writer: Patrick Clemens

Surfen – Lebenskonzept fertig.
Ok, was kann das bedeuten für einen Menschen?

Vielleicht lass ich einfach mal meinen Gedanken freien Lauf und fang` an mit, Surf – Fiction – Style:… „nachdem ich beim Writers Contest vom Surfhund gewonnen hatte…“ – iiirrrrggkkrrg – ..nee, der war wohl nix, is ja nen peinlicher Gedanke sowas zu schreiben. Vielleicht lieber: “Hey Alter, bin grad` beim surfen und habe nicht viel Zeit, aber die Wellen hier sind voll toll und außerdem: Lass` ich mich gerade massieren – Ah ,,ja “  : P  oder der: „…und als ich noch so lustig mit meinem Freund da draußen im Wasser saß… da kam dann auf einmal dieses Set an…. mein lieber Schwede..!“ xO   Riing riing: „Heello ? – here is Mailay… I call you from Kuta, do you remember ? -you me bumbum me bingbing -now pregnaaant….“ – Whaaat ? – „Oh man, des war so ne spontane Aktion. Ich war noch in der Arbeit und mein Surfkumpel rief mich aufgeregt an: „Schwellalarm ! Pack` Deinen Kram zusammen, ich bin in einer Viertelstunde da !!!“ „wir fuhren also los…. aber leider kamen wir nie an…“- eine ungünstig komische Verwicklung wurde zur Tragödie, zum Roman, vielleicht sogar zum Gedicht. Die vielen Geschichten… und mein Gehirn kann nicht aufhören zu….:  „…aber das lustigste war dann, nachdem wir 34 Stunden lang voll bekifft in Richtung französische Atlantikküste gefahren waren… und dann angekommen Hunger hatten… mein Freund mit der Hand ne kleine Kule in den Sand machte und anfing sich das Müsli zu zubereiteten…“.

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Ok, ich mach mir immer nen Bier auf, wenn ich über die Düne gehe. Das haut mich immer wieder um, aufs Meer zu schaun – die Luft, das Rauschen in den Ohren – mit genau dem Gefühl was jeder hier gewiss versteht. Surfen, darauf kann man sich auf Abruf verlassen, ist die Freiheit, das Erlebnis, die kulturelle Erfahrung, das Wasser, die Erde und das Lagerfeuer  -  aber trotzdem Vorsicht ! Surfen bewirkt Persönlichkeitsveränderungen und macht bekanntlich süchtig! Man schlittert da so hinein und irgendwann wird es zum Lebensinhalt, sich wieder den nächsten Trip zu holen. Und sich mit Boardshorts, Brille und Badeschlappen zu freuen, dass das Geld endlich mal was Wert ist, in diesem Land mit den armen Einheimischen – „Transport“ ? – „Haschisch“ ? Beweg` ich meinen Wohlstandsarsch nur wohin, um Natur zu konsumieren ? Ja und fang` dann auch noch an, keinen Bock auf ein Angestelltenverhältnis zu haben, bevor die Schule überhaupt fertig ist, weil schlichtweg die Zeit dafür zu kostbar erscheint  -  ich will surfen, nur noch surfen und nix anderes als surfen, surfen und noch dreimal surfen oben drauf. Lebenskonzept fertig. Und wie setzt man des jetzt um ? – Surflehrer ?– da musste jeden Tag des Gleiche erzählen und am Ende ruft sie vielleicht an, die die du schon vergessen hattest. – Die Bar oder das Hotel am Strand ?–  viel Spaß.. das ist nicht so leicht und am Ende brennts` Dir womöglich noch ab. – Profisurfer ? – vergisss` es oder dreh` die Zeit zurück und fang` von vorne an undlassß dich auf Hawaii auf die Welt bringen. – Vielleicht ne Alte heiraten und dann schnell erben ?–  irrg, bis auf diesen absolut unehrenhaften Beigeschmack…Ja ich sags euch, für so manchen aus nem Entwicklungsland, stellt das eine erfolgreiche Karriere dar!  – Oder nen coolen Surffilm machen ? – mein Tipp: frag` den Björn Richie Lob von keep surfing ; )

Es gibt ja sogar Leute oder besser gesagt Ex-Surfer, die meinen: „Ich bin sooooo viele Tubes gesurft, ich mach` jetzt was anderes…“ Oder in einem Interview, was ich irgendwann mal gelesen hab`, da meinte Kelly S.: “Er habe richtig großen Respekt vor seinem Freund, der einen handwerklichen Beruf und Frau & Kind hat, denn dieser wisse wer er ist “  -  Tut mir Leid ich bleibe dabei, mein Lebenskonzept ist fertig konstruiert. Solche Ansätze meine  evtl. zukünftige Denkweise über Surfen zu bedenken, können mich nicht davon abbringen, wirklich nur surfen zu wollen und außerdem: Soweit will ich es erstmal bringen, „kein Bock auf Surfen, weil zu viel gesurft“. : ))))  Lebenskonzept Surfen ist für mich unbeugsam fixiert und ich bin bereit es mir auch zu tätowieren..
Mit dieser Einstellung also eine kleine Zeitreise zurück, in das Jahr 2003 nach Marokko.

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Warum Marokko? Es gibt dort einen Ort, du stellst einfach dein Zelt auf und bist da. Surfbedingungen aka „Roger Meier“, Diebstahlrisiko alias „pink panter“, Versorgung/Unterkunft „soviel Sterne wie Du sehen kannst Deluxe“… und es gibt sogar ne günstige Busverbindung zu nem netten Ort. Vor allem Camping direkt am Strand, ist sehr selten auf der Welt, denn fast alles ist heutzutage besetzt oder man wird irgendwie abkassiert. Nachdem ich also fünf Jahre in Folge, zusätzlich zu den anderen Surfs im Jahr, und immer Monate lang dort war, musste ich auch mal mit meiner frisch Auserwählten dort hin – 2 ½ Monate volles Programm -. Damit meine ich ganz normal, keine Dusche und im Boardbag pennen sowie Abspülen nur mit Sand etc… , meine 3 lieben Freunde dort, Omar, Ebrahim und Abdulha, leben auch nicht anders, nur surfen die halt nicht.  Abdulha ein guter und reger Geschäftsmann, kommt also immer wieder am Zelt vorbei und will so bisschen seinen Krimskrams verkaufen. Nach 2 Monaten fing es dann an.

Irgendwie blieben die Augen an Abdulha`s entspannter Hose hängen. Diese Optik.. einer arabischen Tuareg – Hose. Sie war leuchtend blau mit einer traditionellen Stickerei. Ja, sonst hatte er uns immer alles verkaufen wollen! Aber das Ding wollte er auf keinen Fall hergeben und das kann man ja auch sehr gut verstehen. Das End` von der Geschichte: Ich hab mit meiner Auserwählten eine wirklich aufwendige und hochwertige Hose kreiert. Aus den Jahren der Schufterei und fast total Verzicht auf Surfen wurde ein, „ich weiß endlich was ich in meinem Leben machen will, aber… Hilfe ! Wollte doch eigentlich nur surfen, war mein Konzept!? Was isn da bitte passiert?  geppebba

Writer: Patrick Clemens
Land: 80804 – Deutschland
Kategorie: Offene Kategorie

Surfhund Writers Contest 09 SponsorenThe Chillhouse - SurfcampMission to Surf - SurfcampDana Beanie

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1 Kommentar zu „Surfen – Lebenskonzept“

  1. conni grundmann sagt:

    das macht spaß!!! 1a geppetto!!!

Surfhund

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